Schunk GruppeDie SCHUNK-Gruppe ist ein international tätiger Technologiekonzern mit 67 Gesellschaften in 27 Ländern, weltweit 7.100 Mitarbeitern und einem konsolidiertem Umsatz in 2005 von 683 Millionen Euro. In Deutschland sind an 12 Standorten in 16 Gesellschaften etwa 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firmen der SCHUNK-Gruppe sind in fünf Divisionen organisiert, die jeweils selbständig in ihren Märkten agieren: Kohlenstofftechnik und Keramik, Umweltsimulations- und Klimatechnik, Sintermetalltechnik, Fertigungs- sowie Emailtechnik.
Weltweit produziert SCHUNK eine Vielzahl von Bauteilen aus Kohlenstoff und Graphit, darunter jährlich mehr als 1 Milliarde Kohlebürsten und Kohlebürstenhalter sowie komplette einbaufertige Baugruppen für Elektromotoren. Anti-Blockiersysteme, Anlasser, Fensterheber, Gurtstraffer, Kraftstoffpumpen, Schiebedächer, Sitzversteller und Scheibenwischer werden mit Sinterteilen und Kohlebürsten ausgestattet. Hier ist die SCHUNK-Gruppe Weltmarktführer.
Am Produktionsstandort in Gießen werden neben Kohlenstoffprodukten auch Formteile aus Metall in einem Sinterungsprozess hergestellt. Er gestattet die Herstellung von Fertigteilen und Halbzeugen unter Umgehung der flüssigen Phase. Dabei werden Pulvermassen zunächst so geformt, dass wenigstens ein minimaler Zusammenhalt der Pulverpartikel gegeben ist. Dieser sog. Grünling wird im Anschluss durch Wärmebehandlung unterhalb der Schmelztemperatur verdichtet und ausgehärtet. Neben der Erfassung, Beobachtung und Aufbereitung der anfallenden Produktionsdaten spielt deren Aufzeichnung eine gewichtige Rolle. Viele Industriezweige (Flugzeug-industrie, Automobilindustrie) verlangen einen lückenlosen Nachweis aller Qualitätsdaten über den gesamten Fertigungsprozess. Die Wizcon Supervisor Suite enthält bereits alle erforderlichen Tools, um dieser Anforderung gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass Wizcon als offene Lösung im Markt angeboten wird, was der SCHUNK-Gruppe sowohl die Möglichkeit gibt, die Applikationen selbst zu erstellen und zu pflegen, als auch diese Aufgaben an andere Firmen zu vergeben – beide Möglichkeiten werden auch aktiv genutzt. Die Lösung basiert auf mehreren verteilten Wizcon-Stationen. Gegenwärtig werden über 50 Öfen, mehrere Gaszähler und Rückkühlsysteme überwacht. Man profitiert hier von der großen Treibervielfalt der Wizcon Supervisor Suite mit der auch eine Anbindung eines heterogenen Produktionsumfelds bestehend aus Siemens S5, S7 mit Profibus und S7 mit Industrial Ethernet, WAGO 750-841 mit Modbus/ TCP sowie seriellen Eurotherm und Philips Reglern problemlos möglich ist.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Registrierung und lückenlosen, hochauflösenden Protokollierung aller Temperaturverläufe, auftretender Alarme sowie Änderungen von Rezepturen und Sollwerten. Alle Daten werden in einer Datenbank hinterlegt aus der sie jederzeit wieder abrufbar sind. Dies ist für den späteren Nachweis der Qualitätsansprüche gegenüber dem Kunden unabdingbar. Ferner nutzt SCHUNK die gewonnen Daten um den Gesamtprozess fortwährend zu optimieren. Als integrative SCADA-Lösung findet Wizcon auch in weiteren Bereichen Anwendung, etwa im Bereich Facility-Management. Hier geht es um die Erfassung und Überwachung der Energieverteilung, dazu zählen Gas, Druckluft, Heizung und Strom.
Fällt beispielsweise eine Kompressorstation aus, so wird das zuständige Servicepersonal über eine Voice-Nachricht durch das Wizcon AAM-Modul alarmiert. Das Besondere dabei ist, dass zur Laufzeit für jeden einzelnen Alarm ein oder mehrere Empfänger konfiguriert werden können, d.h. bei besonders wichtigen Alarmen werden auch der Pförtner und die Zentrale über einen Störmeldeausdruck informiert. Somit ist im Alarmfall stets eine schnelle Reaktion gewährleistet.