Die Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen gewinnt bei explodierenden Rohstoffpreisen für Gas und Öl immer größere Bedeutung. Strom und Wärme aus Blockheizkraftwerken, die mit Biogas beschickt werden, ist daher ein sehr stark wachsender Markt. Für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen stellt sich für den Hersteller wie auch dem Betreiber von Blockheizkraftwerken die Frage nach der Wartung der Anlagen. Nur wenn eine hohe Verfügbarkeit mit einer kosteneffizienten Wartung gewährleistet werden kann, wird ein wirtschaftlicher, profitabler Betrieb möglich sein.
Die von eMation angebotene M2M Lösung verwaltet über 140 Anlagen. Die Anlagen sind jeweils mit einer Simatic S7 Steuerung ausgestattet. Das Modul WEB Connector mit Anbindung an Siemens S7 Steuerungen über MPI ermöglicht eine ständige „Online“ Verbindung zu sämtlichen Anlagen. Zur Optimierung des Wirkungsgrades werden Betriebsparameter überwacht und ggf. angepaßt. Verfügbar sind die aufgezeichneten Daten sowie das Online-Prozeßbild der Anlagen. Die Anlagen sind mit Sensorik bestückt, die eine proaktive, also zustandsabhängige Wartung ermöglichen. Alle Teile der Anlage können somit ihren Lebenszyklus voll ausschöpfen, werden aber trotzdem rechtzeitig getauscht, um einen Stillstand der Anlage zu vermeiden. In Kombination mit dem Lebenslauf, Handbüchern, Ersatzteillisten und Reparaturvorschriften ergibt sich für den Servicetechniker ein komplettes Bild der Anlagen. Der Zugriff auf diese Daten über den M2M-Client erfolgt sowohl aus der Firmenzentrale als auch vom mobilen Kundendienst - mittels GPRS auch direkt beim Kunden. Während der Inbetriebnahme erfolgt die Anpassung von Steuerungsprogramm und Parametern über M2M aus der Ferne. Dadurch können Inbetriebnahmekosten deutlich gesenkt werden, der Vor-Ort Einsatz des SPS-Programmierers zur Anpassung des Programms an lokale Gegebenheiten kann entfallen.
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde das „intelligente Haus“ belächelt. Heute ist es praktisch Realität. In gewerblich genutzten Gebäuden ermöglichen Automatisierung und Vernetzung unterschiedlicher Gewerke enorme Einsparpotentiale. Dabei wird das Gebäude wie eine industrielle Automatisierungseinheit betrachtet. Insbesondere bei verteilten Liegenschaften wie bei der Verwaltung von Filialketten wird die GSM/GPRS Technologie genutzt, um die vielen Funktionen effizient im Griff zu haben und zentral steuern zu können. Neben der Aufschaltung der Heizung und der Klimatechnik kann auch die Lichtsteuerung und –überwachung, der Energieverbrauch und die Einbruchmeldeanlage in das Gesamtsystem integriert werden. Abgerufen werden die Informationen, die im zentralen Server durch ständige Online Verbindung zu jeder Zeit zur Verfügung stehen, via Internet und können dann von Liegenschaft zu Liegenschaft miteinander verglichen werden. Ein direkter Zugriff auf die einzelnen Gebäude ist nach erfolgter Anmeldung im System jederzeit möglich und damit z.B. auch eine Anpassung der Parameter einer Heizung. Bei Filialen einer Ladenkette interessiert sich insbesondere der Betreiber für Verbrauchs- und Kostenübersichten sowie diverse statistische Auswertungen, die ebenfalls über die eMation Lösung bereitgestellt werden.
Die Wasserver- und Abwasserentsorgung werden in Kommunen häufig durch Eigenbetriebe sicher gestellt. Die meist gewachsenen Strukturen mit Ihren Brunnen, Hochbehältern, Wasseraufbereitungs- und Druckerhöhungsanlagen aber auch Kläranlagen und Regenbauwerken sind unterschiedlich automatisiert und bilden daher eine sehr heterogene Umgebung. Hinzu kommt, daß meist aus der Vergangenheit heraus Fernwirksysteme im Einsatz waren, die teilweise auf analogen Telefonleitungen aber auch auf Bündel- und Richtfunk basieren. Verfügbarkeit und Erweiterbarkeit waren sehr eingeschränkt und die laufenden Kosten stellten große finanzielle Belastungen für die Kommunen bei gleichzeitig relativ geringer Informationsausbeute und Komfort dar.
Die von eMation installierte M2M Lösung kombiniert mit Wizcon verbindet 34 Tiefbrunnen und Hochbehälter mit ca. 190 km Versorgungsleitungen für die Wasserversorgung sowie 11 Kläranlagen und 48 Regenbauwerke für den Bereich der Abwasserentsorgung. Zur Anbindung an die heterogene Automtisierungswelt wir der WebConnector eingesetzt. Die Kommunikation zur zentralen SCADA Station erfolgt über GPRS (General Packet Radio Service), einem Dienst, der auf Basis des Mobilfunknetzes GSM (Global System for Mobile Communications) arbeitet. Hierbei werden die Daten „online“ zur Zentrale übertragen, die Kosten hierfür bleiben unter 8 EUR je Station und Monat. Damit sind die zuständigen Mitarbeiter der Wasser- und Abwasseranlagen jederzeit in der Lage, sich einen Gesamtüberblick von sämtlichen Anlagenabschnitten zu verschaffen. Um einen größtmöglichen Einfluß auf die Bewirtschaftung der einzelnen Bauwerke (wie Hochbehälter, Staukanäle etc.) nehmen zu können, sind alle relevanten Parameter über das Leitsystem einstellbar. So können z.B. Schieber von einem Staukanal aus der Ferne „Auf“ und „Zu“ gefahren werden. Eine Überwachung „rund um die Uhr“ wird durch das integrierte Störmeldesystem gewährleistet. Tritt an einer Anlage eine Störung auf, wird diese sofort an die Zentrale gemeldet. Über den eingebundenen Bereitschaftsplan kann so der zuständige Mitarbeiter auf seinem Handy, mit Angabe der Störung via SMS (Short Message Service), alarmiert werden.